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Die Idee

Den kreativen Prozess erleben

KUNST, HANDWERK UND THERAPIE
Aus meiner Sicht hängen schöpferisches Tun und Therapie untrennbar zusammen. Der künstlerische Entstehungsprozess findet in der Fantasie, im Kopf, im Herzen statt. Und dann wird er durch die Hände geschaffen. Das Tun an sich fordert die ganze Konzentration: Eintauchen und sich einlassen. Ins Material, die Werkzeuge, die einzelnen Arbeitsschritte. Das innere Bild will Wirklichkeit werden und fordert den ganzen Menschen. Das Drumrum verschwimmt, wird unwichtig. Egal, ob Gemälde, ob Filzobjekt, ob Holzskulptur oder Strickpullover.

Und dann das Erlebnis des fertigen Werks! Es ist vollbracht. Ein unglaubliches Wohlgefühl, ein regelrechtes Glücksgefühl, durchströmt den Macher. Er hat etwas geschaffen, hält ein erlebbares, vorzeigbares Ergebnis in den Händen. Und kann jederzeit wieder in das Gefühl eintauchen, das ihn während der Entstehung begleitet hat.

Dieses handwerkliche, körperliche Tun fördert Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, hilft, sich zu konzentrieren, lehrt uns, Dinge zu ende zu bringen – und vor allem: es zentriert. Macht bewusst, was wirklich wichtig ist. Und bringt das eigentliche Sein zum Vorschein. Da sind Ängste vergessen, Zwänge können ruhen, die unterschiedlichen Rollen des Alltags spielen sprichwörtlich keine Rolle. Die eigene, innere Stimme wird hörbar.

Künstlerisches Schaffen kann therapeutisches Werkzeug sein, das nicht nur motorische Fähigkeiten schult. Die Seele heilt. Kann im schöpferischen Tun lernen, reflektieren, verändern.

Die Maltherapie ist mein Ausgangspunkt. Bei der Arbeit mit Menschen, in Kursen, in Gruppen oder in der Einzelarbeit. Und für mich selbst, beim Malen und Filzen.
Damit lebendig bleibt, was ich weitergeben will.